Riesserhof in Garmisch – Therapeutisches Reiten

Seit Jahren engagiert sich der Firmeninhaber Martin Rieß im Bereich des Therapeutischen Reitens. Auf seinem Riesserhof in Garmisch-Patenkirchen bietet er die Infrastruktur für die sogenannte Hippotherapie (physiotherapeutische Behandlung und Linderung körperlicher Beschwerden und Behinderungen) und das heilpädagogische Reiten für Kinder mit physischen und psychischen Einschränkungen. So gibt es auf dem Riesserhof eine große dafür erbaute Reithalle und geeignete Pferde (Isländer, Norweger und Haflinger), die in einem Offenstall mit Padock leben und sich auch auf den Weideflächen in der Nähe des Hofes und teilweise im Sommer auf der Alm wohl fühlen.

 05 01 Reisserhof 05 02 Reisserhof

 

Gustav-Heinemann-Schule Pforzheim

gustav

Wir unterstützen die Gustav-Heinemann-Schule – Ein Sonderpädagogisches Bildung- und Beratungszentrum mit den Förderschwerpunkten geistige sowie körperliche und motorische Entwicklung

Im Schuljahr 2017/18 besuchen 219 Schülerinnen und Schüler in 33 Klassen die Gustav-Heinemann-Schule. Unterrichtet und begleitet werden sie von 106 Lehrkräften, 14 Betreuungskräften, sechs medizinischen Kräften, 13 FSJlerinnen und FSJlern sowie acht Mitarbeiter/-innen aus der Schulbegleitung. Aktuell liegt bei 49 Schüler/-innen eine schwere Mehrfachbehinderung vor.

Die Schule ist aufgrund ihrer Struktur und der Außerbetriebnahme des Stammhauses momentan auf 14 Standorte verteilt. Zum Teil sind dies sogenannte „Außenklassen“ oder „Kooperative Organisationsformen des gemeinsamen Unterrichts“ an Grund- und Hauptschulen und zum anderen Teil Standorte, die ausschließlich von Schülerinnen und Schülern dieser Schule besucht werden.

Im nächsten Schuljahr wird der größte Standort der „Lerncampus Bauschlott“ sein, der dann von 10 Klassen (66 Schüler/-innen) besucht wird. Für die Schülerinnen und Schüler mit geistiger oder körperlicher Behinderung stehen Wohncontainer als Klassenzimmer und Differenzierungsräume zur Verfügung.

Für das neue Schuljahr ist es möglich, in gemeinsamer Verantwortung mit einer ansässigen Praxis eine Hippotherapie (sogenannte „Reittherapie“) für Schülerinnen und Schüler im Lerncampus anzubieten. Bei der Hippotherapie werden neben der Mobilisierung, Stabilisierung und des Trainings der Muskulatur noch weitere für deren Schülergruppe sehr bedeutsame Ziele verfolgt. Beim Reiten wird sehr stark und nachhaltig das Sprachzentrum aktiviert. Die Schüler/-innen kommunizieren in einer großen Spannweite: Von Mimik und lautieren, über die Nutzung von Gebärden oder komplexen Sprachausgabegeräten bis hin zur „normalen“ Lautsprache. Eine Förderung der Sprache und des Sprechens als Möglichkeit zum Dialog ist für einen Großteil der Schüler/-innen sehr bedeutsam. Gleichzeitig ist das Pferd ein großer Motivationsträger. Das Pferd spiegelt durch seine Körpersprache dem Schüler/der Schülerin direkt (und ohne moralischen Zeigefinger) immer wieder und konsequent sein Verhalten. Die Empathiefähigkeit wird hierbei stark geschult. In jeder Reiteinheit wird daher neben den individuellen Förderzielen die Sprachentwicklung und Empathiefähigkeit gefördert. Zielgruppe dieser Aktivität wären daher Schülerinnen und Schüler, die

-             wenig oder gar nicht sprechen

-             inadäquates Gesprächsverhalten zeigen

-             autistische Störungen aufweisen

-             unangemessene Verhaltensweisen zeigen

Für das Projekt „Hippotherapie im Lerncampus“ hat .riess gespendet, um in jeder Schulwoche mit einer Kleingruppe die Hippotherapie in gemeinsamer Verantwortung mit einer Praxis vor Ort anbieten zu können.

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